Brief aus Turanien I.
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Föderation Turanischer Republiken - Föderationsregierung -
Sehr geehrte kaiserliche Majestät Schah Henderson, werte Wesirinnen und Wesire der Staatsregierung,
mit Besorgnis hat die Föderationsregierung von der aktuellen Eskalation in den Beziehungen Ihres Landes mit der Bundesrepublik Attekarien Kenntnis nehmen müssen. Grund dieser Spannungen sind nach unseren Informationen die Planungen des Schahtums, im Sommer diesen Jahres Waffentests auf seinem Staatsterritorium im Grenzgebiet zur Bundesrepublik durchzuführen. Dieser Umstand selbst wäre höchstwahrscheinlich kein Grund für einen Protest des attekarischen Bundespräsidenten gegen die Durchführung solcher Tests gewesen. Auslöser für Befürchtungen Ihres Nachbarlandes, es könnte sich dabei um eine kriegeriscche Provokation seitens des Schahtums handeln, war unseres Wissens nach jene Formulierung in der Ankündigung seiner kaiserlichen Majestät des Schahs, eventuelle massive Beeinträchtigungen der attekarischen Infrastruktur "täten ihnen leid". Diese, auch in der offiziellen Information des Schahtums an die Föderation Turanischer Republiken so verwandte Formulierung führte leider auch bei der Föderationsregierung zu dem Eindruck, dass Ihr Land Schäden in einer anderen souveränen Nation, welche durch Ihre Waffentests entstehen könnten, nicht auszuschließen sucht, sondern billigend in Kauf nimmt.
Die Föderationsregierung hat volles Verständnis und sieht es als legigtim an, dass die bisher weltweit als äußest friedliebend bekannte futunische Nation Waffen zu ihrer Selbstverteitigung entwickelt und diese auch testen muss. Die Föderationsregierung missbilligt jedoch alle Aktionen und Maßnahmen, welche auch nur im geringsten die Gefahr in sich bergen, dass Unbeteiligte davon betroffen sein könnten. Dies gilt umso mehr, wenn sich die potenziell gefährdeten oder beeinträchtigten Unbeteiligten im Staatsgebiet einer anderen Nation befinden.
Auf der Grundlage unserer langfristigen bisher sehr guten Beziehungen möchten wir dem Schahtum und seiner Staatsregierung dringend empfehlen, die Planungen der Waffentests noch einmal zu überdenken. Eine Gefährdung oder Beeinträchtigung von Personen oder Sachwerten jenseits der eigenen Grenzen müsste 100%-ig ausgeschlossen werden können. Als lokale Alternative für das futunische Grenzgebiet zur Bundesrepublik Attekarien bietet sich nach Ansicht der Föderationsregierung das Grenzgebiet zur unbesiedelten Fläche zwischen Futuna und Schwion oder diese Fläche sogar selbst an.
Die Föderation maßt sich selbstverständlich keinesfalls an, souveräne Entscheidungen des Schahtums beeinflussen zu wollen oder gar zu können, sondern sieht diese Empfehlung als Ratschlag unter Freunden an. Dem intermicronationalen Ansehen der bisher doch als friedliebend bekannten futunischen Nation ist eine weitere Eskalation der Beziehungen zur Bundesrepublik Attekarien wegen der geplanten Waffentests sicher nicht zuträglich und die Föderation befürchtet auf Grund der engen vertraglichen Bindungen zum Schahtum bei weiterer Verschärfung der Lage auch einen Imageschaden für sich. Eine Deeskalation seitens des Schahtums durch Überdenken der Planungen in Richtung 100%-igem Ausschluss von Beeinträchtigungen oder Gefährdungen anderer Nationen ist daher nach Meinung der Föderationsregierung dringend geboten.
Hochachtungsvoll
Attila Saxburger Föderationsaußenminister

