1000 Bücher der Vergessenheit (Band 349)

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Auf der Suche nach Hinweisen über den Caduceus durchstöberst Du erneut die Bibliothek der Erzählungen. Schon häufig bist Du hier fündig geworden. Jede alte Erzählung, jede Geschichte, verbirgt mindestens ein Fünkchen Wahrheit, denkst Du Dir einmal mehr. In dem vierten Gang fällt Dir ein Buchrücken besonders auf: "Die Tiefen von Uhl". Du nimmst das Buch heraus und das nebenstehende dicke Buch fällt mit einem lauten Krachen um. Nachdem Du das gewählte Buch auf den Lesetisch gelegt hast, nimmst Du auch das schwere Buch aus dem Vergessenheit-Band heraus. Du kannst es mit beiden Händen kaum tragen, so schwer wiegt es. Der Tisch beginnt zu Knarren, als Du das Buch darauf legst. Da es sich Dir so "aufgedrängt" hat, beschließt Du, es Dir zuerst anzuschauen.

Du setzt Dich an den Tisch und betrachtest Dir den Einband. Er wirkt völlig untypisch für den Band, keine glänzenden Farben, nur ein tiefes Schwarz; noch nicht einmal das Licht der vor Dir stehenden Lampe spiegelt sich in dem Umschlag. Du berührst mit den Fingern die Oberfläche und Du spürst eine eisige Kälte. Langsam bewegst Du Deine Hand zu dem goldenen Siegel und nach einem leisen Knacken springt das Schloss auf und gibt Dir den Inhalt des Buches preis.


Die erste Seite

1000 Bücher der Vergessenheit


- Das Gestein unserer Welt               

ist geduldiger

               als ein jeder Mensch –

Widmung

» Dieses Buch ward geschrieben im Andenken an die tapferen Uhl, einem Stamm starker Zwerge die ihr Leben lang in den Bergen arbeiten und wohnen «

- 3 nach Timor

Sifaz bin Abes –


Du blätterst weiter.

Seite 3

Droval war einer der drei Weisen, die in der "Herren-Feste" residierten. Ihre Aufgabe bestand darin, ein geordnetes Leben unter den Arbeitern aufrecht zu erhalten. Viele Mittel nutzten Sie, um dies durchzusetzen. Gehört hat man von Folter, Ausweisungen aus der Siedlung, oder gar der Todesstrafe. Droval, Sirvinal und Sehoran erhielten ihren Rang als Söhne von Uhl durch dessen Tod. Uhl war der Begründer dieses Stammes, der sich in die Tiefen der Berge von Banaba sprengt und seitdem ein einsames Leben, abseits der Kaiserkrone führt. Vier Magier begleiteten den Anführer einst bis sie am 489. Tag vor Timor einen Aufstand gegen ihn führten. Uhl trat ihnen persönlich gegenüber, ohne Schwert und Schild. Er überragte sie deutlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Zwergen war er sogar noch größer als ein Mensch. Doch sein Körperbau und sein Aussehen deuten darauf hin, dass er zu der Rasse der Zwerge gehört. Und auch seine Eltern gehörten dieser Rasse an. Seine vier Magier beherrschten die Kräfte des Feuers, des Eises, der Blitze und der Todesmagie. Doch Uhl metzelte sie mit den bloßen Fäusten nieder. Ihre Zauber konnten ihm nichts anhaben, schürten seinen Zorn nur noch mehr. Nachdem sie besiegt waren, wurden sie wie alle Toten "beseitigt" und mit der nächsten Gesteinssprengung beerdigt.

Siebenundzwanzig Tage später lag der Gigant selbst im Sterben, seine Haut war nun blass wie gefrorenes Eis, doch innerlich glühte er, als würde sein Blut Lava sein. Seine Lebensgeister schwanden zunehmendst und er rief seine drei Söhne zu sich. Sie waren von der Statur wie die besiegten Magier doch sie hatten zusammen Kräfte, denen kaum ein anderer gewachsen war. Aber sie waren ihrem Vater und dem Stamm der Uhl treu und sie übernahmen nun die Leitung über die Siedlung im Inneren der Berge. Auch der tote Körper des ehemaligen Anführers wurde durch die nächste Sprengung entsorgt. Unter Tage ist kein Platz für Gräber.

Unweit hinter dem Eingang zu dem Tunnelsystem befindet sich im Berg die Stadt "Vier na-Uhl". Hier sind die Schlafstädten, der Handelsplatz, sowie die Herren-Feste. Letztere ist eine eigene Siedlung innerhalb der Gemeinschaft, in der die Weisen den Großteil ihrer Zeit verbringen und manchmal auch Fremde empfangen. So ließ es sich der direkte Vertreter des Schah von Banaba nicht nehmen, direkt nach dem Tod von Uhl persönlich vorzusprechen und um eine Rückkehr in die Gesellschaft von Banaba zu bitten. Die drei Brüder kamen der Bitte nicht nach, da sie die Befürchtung hatten, dass sich der Schah für Taten ihres Vaters rächen wollte. Seit der Großwesir zu Besuch war, stellt sich aber ein regeres Kommen und Gehen von Fremden ein. Besonders gut für den Stamm war die Mehrzahl an Händlern, die nun täglich in den Berg kamen um ihre Waren anzubieten.

Ebenso begannen immer mehr Zwerge aus dem Reich in die Siedlung zu pilgern. Sie wurden hier in den Kampfkünsten unterrichtet, lernten fatale Axtschläge, die Verteidigung mit Schilden oder auch den Umgang mit magischen Elementen

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